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Jahrtag in althergebrachter Form gefeiert

Zahlreiche Ehrungen für langjährige Treue im aktiven Dienst als Bürger im bunten RockKommandant erhält Verdienstkreuz in Gold

Die Geehrten, eingerahmt von den Offizieren und Hauptmann Josef Stocker vom Landesverband (rechts).

Nach zwei Jahren Zwangspause hat die Bürgerwache in diesem Jahr wieder ihren Jahrtag am dritten Samstag im Januar und in traditioneller Form begangen. Vor dem Bürgerwachheim hatten sich Kameraden benachbarter Garden und Wehren aus Bad Saulgau, Sigmaringen, Altshausen, Munderkingen und Ehingen eingefunden. Die Schützenkompanie aus Schlanders/Göflan in Südtirol war mit Josef und Martin Wielander vertreten. Das gemeinsame Feiern des Jahrtags mit den Mengener Kameraden war ihnen der weite Weg über die Alpen wert.

Zur großen Freude durfte der Feldkurat der Bürgerwache, Pfarrer i. R. und Dekan a. D. Heinz Leuze mal wieder in alleiniger Zelebration die Eucharistie feiern. Ihm assistierten Ministranten aus dem Spielmannszug. Den musikalischen Part erbrachte der Musikzug von der Orgelempore aus.

Im gut besetzten Bürgerhaus Ennetach begrüßte Major und Kommandant Georg Bacher neben den Aktiven, den passiven Mitgliedern, den Angehörigen von Verstorbenen und den Gästen aus der Bevölkerung auch eine ganze Reihe von Ehrengästen, die er namentlich willkommen hieß. Für die kulinarische Versorgung sorgte das Gastroteam der Bürger-wache mit ihrem Gardemetzger. Damit niemand auf Getränke und Essen warten musste, waren die emsigen Helferinnen und Helfer des FC Mengen ständig im Saal unterwegs.

Bürgermeister Stefan Bubeck, heute in Uniform eines Ehrenleutnants, Hauptmann Dirk Riegger von der Patenwehr Saulgau, und Hauptmann Martin Wielander von der Südtiroler Schützenkompanie Schlanders/Göflan überbrachten ihre Grüße und Wünsche.

Etwas mehr an Zeit nahm die Ehrung der aktiven Gardisten, Musiker und Spielleute in Anspruch, denn Major Bacher hatte für Jede und Jeden Anekdoten parat. Seine eigene Ehrung für 50 Jahre im aktiven Dienst der Bürgerwache übernahm Hauptmann Josef Stocker von der Bürgerwache Ehingen als Mitglied des Beirats im Landeskommando.

Viel Beifall gab es vom Publikum für die Mitteilung, dass der Bürgerwach-Chor Ver-stärkung aus den Reihen der Bürgerwache Saulgau bekommen hat. Armin Geiger, gebürtig aus Mengen, Spielmann in Saulgau und dort auch Leiter des Jugendspielmannszugs hatte bei der Feier seines 60. Geburtstags vor wenigen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt, nachdem ihm dort der Chor mit einem Auftritt im Stadtforum gratuliert hatte. Er war bisher der Einzige, der im Chor im grünen Waffenrock der Bürgerwache Saulgau mitgesungen hatte. Chorleiter Josef Grüner gab über den Zuwachs seiner Freude vor dem Auftritt Ausdruck.

Musikzug und Spielmannszug unterhielten einzeln und gemeinsam mit einigen Dar- bietungen das Publikum.

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Weitere Bilder unter der Adresse: https://www.flickr.com/photos/buergerwachemengen/albums/72177720305402510


Jahr beginnt mit guten Zahlen

Bei der Hauptversammlung gibt es Lob und Tadel

Im Probelokal der Stadtkapelle hielt die Bürgerwache am Dreikönigstag ihre Jahreshauptversammlung ab. Major und Kommandant Georg Bacher hieß die aktiven Mitglieder aus allen Zügen der Wehr, die passiven und Ehrenmitglieder sowie die Ehrengäste willkommen und bedankte sich bei der Stadtkapelle für die Gestellung des Lokals und die Bewirtung.

Aus den Reihen der Aktiven waren im vergangenen Jahr zwei Kameraden verstorben. Ihnen gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute.

Die Wünsche und den Segensspruch zum Neuen Jahr brachte eine Gruppe Sternsinger von der katholischen Kirchengemeinde. Unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ steht der Kinderschutz im Fokus der Aktion Dreikönigssingen 2023. Dafür baten sie am Ende ihrer Darbietungen um Spenden in ihre Sammelbüchse, und wurden unterstützt von Musikern mit Körbchen.

Mit Stolz verkündete Major Bacher in seinem Rechenschaftsbericht die aktuelle  Mannschaftsstärke von inzwischen 176 Aktiven. Damit habe die Bürgerwache Mengen ihren Höchststand seit Bestehen erreicht und sei damit zahlenmäßig wohl die stärkste Wehr an Aktiven im Landesverband. Erfreut zeigte er sich auch über den Eingang der Spenden. Dadurch seien die hohen Ausgaben durch die Anschaffung neuer Vorderladergewehre für den I. Zug leichter zu ertragen.

Seinen Vortrag brachte Schriftführer Franz Feinäugle in Form einer Multimediaschau zur Kenntnis. Dafür, und vor allem auch für seinen Einsatz als Regisseur der Formationsparade anlässlich der Mengener Heimattage erhielt er von allen Seiten Dank, Anerkennung und viel Beifall.

Die Finanzen des Vereins sind bei Schatzmeister Manfred P. Müller in guten Händen. Er gab einen detaillierten und verständlichen Kassenbericht ab. Kassenprüfer Robert Knaus bestätigte eine einwandfreie und saubere Buchführung.

Deutliche Worte an seine Kameraden richtete der Spielmannszugführer Michael Feinäugle. Er bemängelte in erster Linie den Probenbesuch und beklagte auch fadenscheinige Entschuldigungen. Er ruft dazu auf, künftig wieder mehr an Kameradschaft zu zeigen.

Mit Elan stieg der neue Kompaniefeldwebel Dietmar Hinderhofer in seinen Vortrag. Er fühle sich in seiner Aufgabe wohl und zeigte gleichzeitig auf, welche Schwerpunkte er in seiner Funktion als Spieß setzen wird. Vor allem, was Anzugsordnung und Sauberkeit der Uniform anbelangt.

Zum Schluss der Rechenschaftsberichte sprach Leutnant Manfred H. Müller als Tutor des Bürgerwachchors. Insgesamt elf Proben und Auftritte habe der Chor vorzuweisen. Er bedankte sich bei den Sängerkameraden für deren Treue und vor allem beim Chorleiter Josef Grüner. Mit nur noch 16 Mann sei der Chor dringend auf Zuwachs angewiesen. Müller machte darauf aufmerksam, dass der Chor der Bürgerwache Mengen ein Unikat sei in ganz Deutschland. Keine andere historische Bürgerwehr habe einen eigenen Chor, und damit es so bleibe, brauche dieser unbedingt Verstärkung. Dem fügte Kommandant Bacher ebenfalls seinen Aufruf hinzu und gab seiner Freude Ausdruck, selbst im Chor zu singen.

Bürgermeister und Ehrenleutnant Stefan Bubeck zeigte sich über die Mannschaftsstärke erfreut. Der erste Repräsentant der Stadt im In-und Ausland sei nunmal die Bürgerwacheund darüber sei er stolz. Rückblickend auf die Heimattage sei die Formationsparade und die Aufführung des Großen Zapfenstreichs der absolute Höhepunkt gewesen. Dem Kommando und der gesamten Wehr dankte der Bürgermeister für ihr außerordentliches Engagement und schlug der Versammlung die Entlastung der Funktionsträger vor.

Oberleutnant Joachim Krezdorn, Stellvertreter des Kommandanten und Führer des I. Zugs gab danach die Zahlen und Namen der am Jahrtag zu ehrenden Kameradinnen und Kameraden bekannt. Insgesamt 21 Namen stehen auf seiner Liste, von zehn bis 50 Jahren Treue im bunten Rock.

Die beiden Beisitzer Vertreter der Gewehrzüge im Verwaltungsrat, Joachim Schwarz und Roland Buzengeiger wurden in ihren Funktionen einstimmig bestätigt.

Mehrere Ausrücktermine vom Jahrtag im Januar bis zum Volkstrauertag im November gab Leutnant Manfred H. Müller noch bekannt. Nachdem keine Wünsche oder Anträge abgegeben wurden, schloss Kommandant Georg Bacher die Versammlung mit dem gemeinsang gesungenen Lied der Bürgerwache.