Spielmannszug

Tambourmajor und Zugführer
Michael Feinäugle

Waffenrock:  Württembergische Uniform um 1864/71 – dunkelblau, zweireihig und übergeknöpft – Kragen, Vorstöße und Ärmelaufschläge rot – Achselwülste, Schultergeflecht, Schwalbennester und Fangschnur rot-weiß – Hose: schwarz oder weiß (Paradeuniform) – Lederzeug: Weißes Koppel mit Messingschloss

Kopfbedeckung: Pickelhaube mit rotem Helmbusch und württembergischem Wappen

Ausrüstung:  Spielmannstrommel, Spielmannsflöte/pfeife, große Trommel, Becken und Lyra – zweistöckiger Schellenbaum mit vier Roßschweifen
 

Der Schellenbaum, der nicht nur wegen seiner Herkunft, sondern auch wegen seines Aussehens auch „Halbmond“ oder „Mohammedsfahne“ genannt wurde, ist ein zur Zeit der Türkenkriege in die deutschen Regimentsmusiken gekommenes türkisches Rassel– oder Klingel­instrument. An einer Tragestange mit Querhölzern und Querbügeln sind Schellen und Glocken befestigt, die beim Tragen während eines Umzuges und/oder rhythmischem Auf- und Abbewegen klingen. Am oberen Ende befindet sich eine Art Feldzeichen, darunter sind am liegenden Halbmondbügel meist bunte Pferdehaare (Rossschweif) befestigt und darunter wiederum eine Anzahl Querstreben mit den angehängten Klangkörpern über einer gleichartigen Kugel. (Quelle: Wikipedia)

Der Schellenbaum  ist kein Kommandozeichen, auch kein Musikinstrument, sondern eine symbolische Siegestrophäe. Er wird dem Musikkorps der Infanterie bei festlichen Anlässen voran getragen. So ist auch der Schellenbaumträger kein Musiker, sondern ein Soldat von stattlicher Gestalt und ein guter Marschierer, der vom Regiment dafür abgestellt wurde (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Heereskunde e.V.).

 
 
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